Studienplan für das Bachelorstudium Europäische Ethnologie (A033 623) (Version 2011)

Der Senat hat in seiner Sitzung am 05. Mai 2011 das von der gemäß § 25 Abs. 8 Z. 3 und Abs. 10 des Universitätsgesetzes 2002 eingerichteten entscheidungsbefugten Curricularkommission vom 02. Mai 2011 beschlossene Änderung des Curriculum für das Bachelorstudium Europäische Ethnologie in der nachfolgenden Fassung genehmigt. Rechtsgrundlagen für diesen Beschluss sind das Universitätsgesetz 2002 und der Studienrechtliche Teil der Satzung der Universität Wien in der jeweils geltenden Fassung.

Veröffentlichung im Mitteilungsblatt vom 11.5.2011 (18. Stück) unter Punkt 101.2 und 102 ab Seite 61

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1. Teil: Allgemeines

§ 1 Qualifikationsprofil und Studienziele
§ 2 Dauer und Umfang
§ 3 Zulassungsvoraussetzungen
§ 4 Akademischer Grad

2. Teil: Lehre
§ 5 Aufbau - Module mit ECTS Punktezuweisung
§ 6 Mobilität im Bachelorstudium
§ 7 Einteilung der Lehrveranstaltungen
§ 8 Teilnahmebeschränkungen

3. Teil: Rechtliches
§ 9 Prüfungsordnung
§ 10 Inkrafttreten
§ 11 Übergangsbestimmungen

1. Teil: Allgemeines

 

§ 1 Qualifikationsprofil und Studienziele

(1) Die Studierenden des Bachelorstudiums Europäische Ethnologie an der Universität Wien erwerben die wissenschaftliche Kompetenz, kulturelle Phänomene in ihren gesamtgesellschaftlichen, historischen und ökonomischen Bedeutungszusammenhängen zu erkennen, zu analysieren und dieses Verständnis lösungsorientiert zu vermitteln.

(2) Die Studierenden erlernen einen weiten Kulturbegriff sowie dessen vergleichende Anwendung auf historische wie gegenwärtige kulturelle Strukturen und Prozesse im gegenständlichen wie im symbolischen Bereich europäischer Gesellschaften.

(3) Das Studium befähigt die Absolventinnen und Absolventen zum wissenschaftlichen Arbeiten in der Europäischen Ethnologie sowie zur selbständigen Umsetzung dieses Wissens in der öffentlichen Kulturarbeit.

§ 2 Dauer und Umfang

Der Arbeitsaufwand für das Bachelorstudium Europäische Ethnologie beträgt 180 ECTS-Anrechnungspunkte. Das entspricht einer vorgesehenen Studiendauer von 6 Semestern. Davon sind 120 ECTS aus dem Lehrangebot der Europäischen Ethnologie zu absolvieren und 60 ECTS aus Erweiterungscurricula.

§ 3 Zulassungsvoraussetzungen

Die allgemeine Universitätsreife nach dem Universitätsgesetz 2002 ist Zulassungsvoraussetzung.

§ 4 Akademischer Grad

Absolventinnen bzw. Absolventen des Bachelorstudiums Europäische Ethnologie ist der akademische Grad "Bachelor of Arts“ – abgekürzt BA – zu verleihen.

2. Teil: Lehre

§ 5 Aufbau - Module mit ECTS-Punktezuweisung

Modul 1 Studieneingangsphase

 

Modulgruppe 1 Studieneingangs- und Orientierungsphase (StEOP), 15 ECTS

In der StEOP erwerben die Studierenden Grundlagenwissen über Themen (Kultur und Gesellschaft, Kultur und Raum, materielle Kultur), Arbeitsansätze und Perspektiven der Europäischen Ethnologie.

Nr./CodeModul StEOP 1a                9 ECTS-Punkte
Teilnahmevor-aussetzungenkeine
ModulzieleIm Modul 1a lernen die Studierenden die thematischen Schwerpunkte historischer und aktueller Kulturanalysen, die Theorien und Methoden sowie die Geschichte des Faches in seinen Bezügen zu historisch je spezifischen politischen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Entwicklungen kennen
Modulstruktur VO Einführung EE (B110), 2 SSt, 3 ECTS;
PS Einführung EE (B120), 2 SSt, 6 ECTS
Leistungs-nachweis

1. Schriftliche Prüfung VO Einführung EE - B110 (3 ECTS)

1. Absolvierung des PS Einführung EE - B120 (6 ECTS)

Vorgesehene Dauer des Moduls

ein Semester

Nr./CodeModul StEOP 1b                6 ECTS-Punkte
Teilnahmevor-aussetzungenkeine
ModulzieleIm Modul 1b eignen sich die Studierenden grundlegende Rechercheverfahren und die einen wissenschaftlichen Text auszeichnenden Formalien an und üben sich in der Abfassung der wichtigsten Textgenres.
Modulstruktur PS Wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben (B130), 2 SSt,
6 ECTS
Leistungs-nachweis

Absolvierung des PS Wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben
6 ECTS

Vorgesehene Dauer des Moduls

ein Semester

Für die prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen im Rahmen der StEOP legt das studienrechtlich zuständige Organ zur Sicherstellung von einheitlichen Beurteilungsstandards (nach Anhörung der Lehrenden dieser Veranstaltungen) die Inhalte und Form der Leistungsüberprüfung, die Beurteilungskriterien und die Fristen für die sanktionslose Abmeldung von den prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen verbindlich fest. Diese Festlegung ist rechtzeitig vor Beginn der Lehrveranstaltungen in Form einer Ankündigung, insb. durch Eintragung in das elektronische Vorlesungsverzeichnis und durch Veröffentlichung auf der Website der Studienprogrammleitung, bekannt zu geben.

Studierende haben die StEOP verpflichtend vor dem weiteren Studium zu absolvieren.

Wir empfehlen zudem zwei  weitere Lehrveranstaltungen zu besuchen (B 230 u. B 430, jeweils 4 ECTS); nach positivem Abschluss der STEOP kann im selben Semester dort noch eine Prüfung abgelegt werden:

VO+LK B230 Spezielle Felder     4 ECTS; schriftliche Prüfung
Anmeldung zur Prüfung erst nach erfolgreicher Absolvierung der STEOP
Prüfungstermine:
Die genauen Daten entnehmen Sie bitte unserer HP unter
http://euroethnologie.univie.ac.at/studium/pruefungstermine/

VO+LK B430 Spezielle Theorien 4 ECTS; schriftliche Prüfung
Anmeldung zur Prüfung erst nach erfolgreicher Absolvierung der STEOP
Prüfungstermine:
Die genauen Daten entnehmen Sie bitte unserer HP unter http://euroethnologie.univie.ac.at/studium/pruefungstermine/

 

Modul 2 Forschungsfelder

Voraussetzung: Der positive Abschluss der Modulgruppe 1. Im Proseminar erarbeiten sich die Studierenden einen Überblick über Forschungsfelder des Faches unter Berücksichtigung ihrer fachhistorischen Entwicklung. Auf der mit Übungen verbunden Exkursion erwerben die Studierenden die Kompetenz, Wissen über die Forschungsfelder der Europäischen Ethnologie auf Beobachtungen vor Ort anzuwenden und systematisch zu erweitern. Die Exkursion bietet weiters die Möglichkeit der Heranführung an Forschungsfelder durch den Besuch von Museen, Ausstellungen und Sammlungen. Ziel ist die Schulung der Fähigkeit zu theoriegeleiteter Analyse und Interpretation. In einer weiteren Lehrveranstaltung vertiefen die Studierenden dieses Wissen und üben die selbständige Bearbeitung kulturwissenschaftlicher Daten an einem ausgewählten Forschungsfeld.

Forschungsfelder


 SSt

 Total ECTS

Modulstruktur

 

 6

 15

B210

 PS Forschungsfelder

 2

 6

B220

 EX+UE Forschungsfelder

 2

 5

B230

 VO+LK Spezielle Felder

 2

 4

Total

 

 6

 15

 

Modul 3 Empirische Verfahren

Im Modul werden die qualitativen Verfahren kulturwissenschaftlicher Empirie vorgestellt. Im Proseminar lernen die Studierenden in empirischen Übungen die Methoden der Europäischen Ethnologie wie teilnehmende Beobachtung, Interviewführung sowie die Arbeit mit Sachzeugnissen, schriftlichen und visuellen Quellen. Die Übung vermittelt Methoden der Analyse historischer, insbesondere archivalischer Daten. In einer weiteren Veranstaltung werden qualitative Verfahren erprobt, reflektiert und schriftlich ausgearbeitet.

Empirische  Verfahren

 

 SSt

 Total ECTS

Modulstruktur

 

 6

 15

B310

 PS Empirische Verfahren

 2

 6

B320

 UE Historische Methoden

 2

 5

B330

 VO+UE Spezielle Methoden

 2

 4

Total

 

 6

 15

 

Modul 4 Kulturtheorien

Das Modul bietet im Proseminar einen Überblick über Kulturbegriffe und Kulturtheorien. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Nutzung unterschiedlicher Kulturtheorien im Fach. Im Lektürekurs und einer weiteren Lehrveranstaltung werden einzelne Theorien zu den verschiedenen Forschungsfeldern des Faches in Beziehung gesetzt sowie ihre fachspezifische Operationalisierung für die empirische Arbeit ethnologischer Forschung exemplarisch vorgestellt.

Kulturtheorien

 

 SSt

 Total ECTS

Modulstruktur

 

 6

 15

B410

 PS Kulturtheorien

 2

 6

B420

 LK Kulturtheorien

 2

 5

B430

 VO+LK Spezielle Theorien

 2

 4

Total

 

 6

 15

 

Modul 5 Kultur und Raum

Voraussetzung: Der positive Abschluss von Modul 1 sowie zwei der folgenden Module: 2, 3, 4.

Wien, Österreich und Europa sind in diesem Modul die historischen und gegenwärtigen Bezugsfelder der Untersuchung von lokalen und regionalen Lebensformen und Alltagswelten. Das Seminar leitet dazu an, kulturelle Phänomene nicht als Effekte hermetischer und homogener Räume festzuschreiben, sondern solche Fixierungen in ihren politischen, historischen und gesellschaftlichen Bezügen zu kontextualisieren. In einer spezialisierten Lehrveranstaltung werden die Studierenden mit den kulturprägenden Horizonten österreichischer und europäischer Geschichte und Gesellschaft vertraut gemacht.

Kultur und Raum

 

 SSt

 Total ECTS

Modulstruktur

 

 4

 15

B510

 SE Kultur und Raum

 2

 10

B520

 VO+UE Kultur und Raum (vertiefend)

 2

 5

Total

 

 4

 15

 

Modul 6 Kultur und Gesellschaft

Voraussetzung: Der positive Abschluss von Modul 1 sowie zwei der folgenden Module: 2, 3, 4.

Im Modul wird darüber informiert, wie kulturelle Ordnungen und Wandlungsprozesse mit Bildern, Diskursen und Praxen bezogen auf Geschlecht, Generation, Ethnizität, Milieu, Schicht etc. in ihren hierarchisierten gesellschaftlichen Konkretisierungen verbunden sind. Das Seminar bietet einen Überblick zur Analyse dieser Zusammenhänge auf der Grundlage von theoretischen Zugängen wie empirischen Studien. Die Studierenden lernen in einer weiteren Veranstaltung, diese theoretischen und begrifflichen Analyseinstrumente exemplarisch auf Forschungsfelder der Europäischen Ethnologie anzuwenden. 

Kultur und Gesellschaft

 

SSt

 Total ECTS

Modulstruktur
 

 

 4

 15

B610

 SE Kultur und Gesellschaft

 2

 10

B620

 VO+UE Kultur und Gesellschaft (vertiefend)

 2

 5

Total

 

 4

 15

 

Modul 7 Berufsfelder – praxisorientierte Bachelor-Arbeit

Voraussetzung: Der positive Abschluss von Modul 1 sowie zwei der folgenden Module: 2, 3, 4.

Berufsfelder für Absolventinnen und Absolventen des Faches werden im Modul vorgestellt sowie Grundlagen zur kulturwissenschaftlichen Tätigkeit in diesen Arbeitsfeldern vermittelt. Das Seminar bietet einen Überblick über diesen Bereich, beispielsweise in öffentlichen und privatwirtschaftlichen Einrichtungen wie Museen, Werbeagenturen, Verlage, Medien, Bildungseinrichtungen, NGOs, etc. Die dazu grundlegenden Formen und Formate der Vermittlung werden vorgestellt und ihre Umsetzung an ausgewählten Beispielen trainiert. Im Rahmen des Seminars wird die praxisorientierte Bachelor-Arbeit A, von in der Regel cirka 20.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen), verfasst.

Berufsfelder SSt

 Total ECTS

 Modulstruktur

 

 4

 15

 B710

SE Öffentliche Kulturarbeit

 2

 10

 B720

VO+LK Formen & Formate der Vermittlung

 2

 5

 Total

 

 4

 15

Als Alternative zur VO + LK (B720) kann ein Praktikum (5 ECTS) angerechnet werden. Über die Gleichwertigkeit entscheidet das zuständige akademische Organ.

 

Modul 8 Bachelor

Der positive Abschluss von den Modulen 1-4 und einem weiteren Modul (5, 6 oder 7) ist die Zugangsvoraussetzung für das Bachelor-Modul. Dieses dient dem Verfassen einer betreuten Abschluss-Arbeit (Bachelor-Arbeit B), von in der Regel cirka 55.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen).

Bachelor   SSt. Total ECTS

Modulstruktur

 

 2

 15

B810

 SE Bachelor

 2

 15

Total

 

 2

 15

Im Fall, dass der studienrechtliche Bedarf durch die angebotenen Seminare B710 und B810 nicht gedeckt wäre, können beide Bachelor-Arbeiten in Absprache mit den Leiterinnen und Leitern der Lehrveranstaltung auch in den Seminaren B510 und B610 verfasst werden. Die Bachelor-Arbeit A kann im Fall einer Überbelegung des Seminars B710 auch im Seminar B810 verfasst werden.

§ 6 Mobilität im Bachelorstudium

Ein Teil der Studienleistungen kann durch ein oder mehrere Mobilitätssemester an einem anderen Studienort erbracht werden. Empfohlen wird dies nach Abschluss des Moduls 4.

§ 7 Einteilung der Lehrveranstaltungen

(1) Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen, in denen die Beurteilung auf Grund schriftlicher und mündlicher, während der Lehrveranstaltung erbrachter Leistungen der Lehrveranstaltungsteilnehmerinnen und Lehrveranstaltungsteilnehmer erfolgt, sind SE, PS, LK, VO + UE, UE und EX + UE. 

(2) Nicht prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen, in denen ein allfälliger Erfolgsnachweis durch Ablegen einer Abschlussprüfung erbracht wird, sind VO und VO + LK.

(3) Lehrveranstaltungstypologie und Prüfungsmodalitäten

  1. Vorlesung (VO): Vorlesungen dienen der einführenden wie vertiefenden exemplarischen Darstellung von Themenbereichen des jeweiligen Prüfungsfaches und sind nicht prüfungsimmanent. Sie werden mit einer mündlichen oder schriftlichen Lehrveranstaltungsprüfung abgeschlossen.
  2. Proseminar (PS): Proseminare sind prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen und haben als Vorstufe zu den Seminaren Grundkenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens zu vermitteln, in die Fachliteratur einzuführen und exemplarisch Themen durch Referate, Diskussionen und Fallstudien zu behandeln. Von den Studierenden sind aktive Mitarbeit sowie mündliche und schriftliche Beiträge (Proseminararbeiten) zu fordern, die gemeinsam zur Beurteilung heranzuziehen sind.
  3. Seminar (SE): Seminare sind prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen für fortgeschrittene Studierende und dienen der wissenschaftlichen Diskussion und Reflexion spezieller Themen. Von den Studierenden sind aktive Mitarbeit sowie mündliche und schriftliche Beiträge (Seminararbeiten) zu fordern, die gemeinsam zur Beurteilung heranzuziehen sind.
  4. Lektürekurs (LK): Lektürekurse sind prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen. Sie geben Anleitung zur Interpretation, Auslegung und Diskussion grundlegender und spezieller Fachliteratur. Insbesondere fördern sie die Lektüre fremdsprachiger Texte. Die Beurteilung findet auf der Grundlage der Mitarbeit und einer schriftlichen Prüfung statt.
  5. Vorlesung mit Übung (VO + UE): Vorlesungen mit Übungen sind prüfungsimmanent und dienen der Einführung in Fachgebiete, fallweise auch deren Vertiefung, und verbinden theoretische Ausführungen und praktische Anwendungsmöglichkeiten.Von den Studierenden sind aktive Mitarbeit sowie mündliche und schriftliche Beiträge (Übungsarbeiten) zu fordern, die gemeinsam zur Beurteilung herangezogen werden.
  6. Vorlesung mit Lektürekurs (VO + LK): Vorlesungen mit Lektürekurs sind nicht prüfungsimmanent und dienen der Vertiefung in Fachgebiete und ergänzen theoretische Ausführungen durch die Lektüre von Fachliteratur. Sie geben Anleitung zur Interpretation, Auslegung und Diskussion grundlegender und spezieller Fachliteratur. Insbesondere fördern sie die Lektüre fremdsprachiger Texte. Sie werden mit einer mündlichen oder schriftlichen Lehrveranstaltungsprüfung oder der Erbringung einer eigenständigen, inhaltlich auf die Lehrveranstaltung bezogenen Leistung abgeschlossen.
  7. Exkursion mit Übung (EX + UE): Exkursionen mit Übungen sind prüfungsimmante Lehrveranstaltungen mit methodologischem Schwerpunkt. Die Beurteilung erfolgt auf Grund der aktiven Mitarbeit an einer ethnographischen Untersuchung und einer daraus hervorgehenden schriftlichen Arbeit bzw. eines schriftlichen Berichtes.
  8. Übungen (UE) sind prüfungsimmanent und dienen der praktischen Vermittlung von Forschungsmethoden. Die Beurteilung erfolgt auf Grund der aktiven Mitarbeit und der termingerechten Erfüllung methodologischer Übungsaufgaben.

§ 8 Teilnahmebeschränkungen

(1) Bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen gilt eine Teilnahmebeschränkung auf 25 Studierende, mit Ausnahme von Vorlesungen mit Übung (VO+UE), bei diesen gilt eine Teilnahmebeschränkung auf 60 Studierende.

(2) Wenn bei Lehrveranstaltungen mit beschränkter Teilnehmerinnen- und Teilnehmerzahl die Zahl der Anmeldungen die Zahl der vorhandenen Plätze übersteigt, erfolgt die Aufnahme nach dem Zufallsprinzip. Es wird Vorsorge getroffen, dass den bei einer Anmeldung zurückgestellten Studierenden daraus keine Verlängerung der Studienzeit erwächst, und bei Pflichtveranstaltungen er/sie in der als nächstes stattfindenden Lehrveranstaltung einen Fixplatz bekommt.

(3) Die Lehrveranstaltungsleiterinnen und Lehrveranstaltungsleiter sind berechtigt, im Einvernehmen mit dem zuständigen akademischen Organ für bestimmte Lehrveranstaltungen von der Bestimmung des Abs. 1 Ausnahmen zuzulassen. Solche Teilnahmebeschränkungen sind bei der Ankündigung der betreffenden LV bekannt zu geben.

3. Teil: Rechtliches

§ 9 Prüfungsordnung

(1) Leistungsnachweis in Lehrveranstaltungen
Die Leiterin oder der Leiter einer Lehrveranstaltung gibt die Ziele, die Inhalte und die Art der Leistungskontrolle satzungsgemäß bekannt. 

(2) Prüfungsstoff
Der für die Vorbereitung und Abhaltung von Prüfungen maßgebliche Prüfungsstoff entspricht vom Umfang her dem vorgegebenen ECTS-Punkteausmaß. Dies gilt auch für Modulprüfungen.

§ 10 Inkrafttreten

Dieses Curriculum tritt nach der Kundmachung im Mitteilungsblatt der Universität Wien mit 1. Oktober 2011 in Kraft.

§ 11 Übergangsbestimmungen

(1) Dieses Curriculum gilt für alle Studierenden, die im Wintersemester 2011 ihr Studium beginnen. 

(2) Studierende, die vor diesem Zeitpunkt ihr Studium begonnen haben, können sich jederzeit durch eine einfache Erklärung freiwillig den Bestimmungen dieses Curriculums unterstellen. Das nach den Organisationsvorschriften zuständige Organ hat generell oder im Einzelfall festzulegen, welche der absolvierten Lehrveranstaltungen (LV) und Prüfungen für dieses Curriculum anzuerkennen sind.  

(3) Studierende, die sich zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Curriculums in einem vor Erlassung dieses Curriculums gültigen Studienplan (Diplomstudium) unterstellt waren, sind berechtigt, ihr Studium bis spätestens 30. April 2013 abzuschließen.

Wenn im späteren Verlauf des Studiums Lehrveranstaltungen, die auf Grund der ursprünglichen Studienpläne verpflichtend vorgeschrieben waren, nicht mehr angeboten werden, hat das nach den Organisationsvorschriften der Universität Wien zuständige Organ von Amts wegen oder auf Antrag der oder des Studierenden mit Bescheid festzustellen, welche Lehrveranstaltungen und Prüfungen (Fachprüfungen) anstelle dieser Lehrveranstaltungen zu absolvieren und anzuerkennen sind.

(4) Für generelle Anerkennungsregelungen von Prüfungen ist das zuständige studienrechtliche Organ berechtigt.