Forscherinnengruppe „Figurationen der Ungleichheit“ 2019

 

Ungleichheit ist derzeit gesellschaftlich und medial ebenso Thema wie in diversen sozial-, wirtschafts- und kulturhistorischen Teilbereichen. Die Forscherinnengruppe fokussiert auf vier gesellschaftlich und historisch besonders relevante Dimensionierungen von Ungleichheit: Vermögensverhältnisse, Stadt-Land-Relationen, Geschlechterordnungen und Arbeitsregime.

 

Ziel der Forscherinnengruppe ist es, Ungleichheit ausgehend von diesen thematischen Schwerpunkten in der konkreten Zusammenarbeit als transdisziplinäre Figuration mehrdimensional zu modellieren. Denn Figurationen (in Anlehnung an Norbert Elias) machen soziale Prozesse im Sinne von dynamischen Beziehungs- und Interdependenzgeflechten identifizierbar und sichtbar und lassen sich in ihren unterschiedlichen Dynamiken zueinander in Bezug setzen. Die zentrale Fragestellung richtet sich also darauf, welche Beziehungs- und Interdependenzgeflechte sich zwischen den Ungleichheitsfigurationen in Vermögensverhältnissen, Stadt-Land-Relationen, Geschlechterordnungen und Arbeitsregimen ausmachen lassen und wie diese konzeptuell gefasst, strukturiert werden können.

 

Die Forscherinnengruppe möchte den innerfakultären Austausch intensivieren, Expertise bündeln und diese für Forschungsanträge und die konkrete Umsetzung in Forschungsdesigns nutzbar zu machen. Es soll eine theoretisch-methodisch und konzeptuell vertiefte Grundlegung laufender und geplanter Projektvorhaben sowie künftiger gemeinsamer Aktivitäten und Veranstaltungsformate in der Forscherinnengruppe geschaffen werden. Besonderes Anliegen ist dabei die aktive Einbindung von Master-Studierenden, PromovendInnen und Postdocs.

 

Synergien bestehen mit dem Forschungsschwerpunkt Wirtschaft und Gesellschaft aus historisch-kulturwissenschaftlicher Perspektive und dem Forschungsschwerpunkt Globalgeschichte sowie mit der aktuell im Entstehen befindlichen Arbeitsgruppe „urban_land_scapes“  (u.a. Brigitta Schmidt-Lauber und Manuel Liebig) sowie dem bewilligten FWF Zukunftskolleg „Space –Spacial Competition and Economic Policies, Discourses, Institutions and Everyday Practices“ mit Georg Wolfmayr und Ana Rogojanu am Institut für Europäische Ethnologie.